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Übergangsregelung für Charterskipper bis Ende der Saison 2008

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Wie der DMYV berichtet ist es in der laufenden Saison 2008 vermehrt zu Kontrollen auf sogenannten Törnschiffen gekommen. Das heißt auf Schiffen auf denen ein gewerbsmäßiger Skipper mit Gästen fährt – z.B. für Ausbildungstörns oder für Urlaubstörns.

 

Einige der Skipper hatten nicht – wie in § 15 See-Sportbootverordnung geregelt – den erforderlichen Führerschein. Gegen die Skipper wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Das Ministerium hat bis zum Ende der Saison 2008 eine Übergangsregelung geschaffen, damit die Skipper im Winter die notwendigen Scheine erwerben können. Dabei geht es sowohl um Funkscheine wie auch um Sportsee- bzw. Sporthochseeschifferscheine.

 

Auf der Seite des DMYV wird ein Schreiben des zuständigen Ministeriums wie folgt zitiert:

 

"1.) § 15 See-Sportbootverordnung (See-SpbootV) ist durch diesen Erlass nicht außer Kraft gesetzt.

 2.) Bei einer gewerbsmäßigen Ausbildertätigkeit muss der Ausbilder ein höheres Qualifikationsniveau und umfangreichere Kenntnisse besitzen als die, die er vermittelt.

 3.) Es wird nur in den folgenden Konstellationen die Ahndung eines Verstoßes gegen § 15 See-SpbootV vorübergehend (bis zum 31.10.2008) ausgesetzt:

 a) In den Fällen der gewerblichen Ausbildung in sog. "Strandsportarten", in denen die Ausbildung bis zu einem Abstand von maximal 3 sm zur Festlandküste stattfindet und der Umgang mit nicht motorisierten Wassersportgeräten vermittelt wird. Davon erfasst sind: Wassersportgeräte zur Parasailing-, Kitesurf- und Surfausbildung. Gleiches gilt für nicht motorisierte offene Segelboote im Sinne des § 2 Nr. 3 See-SpbootV unter 8 Metern Länge.

 b) In den Fällen der sonstigen gewerbsmäßigen Nutzung gemäß § 2 Nr. 6 See-SpbootV, wenn bei Einsatz des Sportbootes im Sinne des § 2 Nr. 1 See-SpbootV in den Küstengewässern der Sportbootführer mindestens einen Sportküstenschifferschein nachweist.

 
Bei Verstoß gegen § 15 See-SpbootV in den unter Nr. 3 a und b genannten Fällen soll kein Bußgeldverfahren eingeleitet werden bzw. laufende Verfahren eingestellt werden."

 

 

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