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Flensburger Förde - KVR

Auf der Flensburger Förde gelten durch Bekanntmachung der WSD Nord zur Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung im Bundesanzeiger am 12.5.2007 fast überall die Fahrregeln der Kollisionsverhütungsregeln (KVR).

Regeländerung auf der Flensburger Förde

Auf der gesamten Flensburger Förde gelten seit Mai 2007 nur noch die Ausweichregeln der KVR.
Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord (WSD) hat Mitte Mai durch Bekanntmachung  zur Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung  im Bundesanzeiger die bis dahin unklare Situation abschließend geklärt.
Bis zu diesem Zeitpunkt galten - bedingt durch die im Fahrwasserverlauf liegende Hoheitsgrenze auf der dänischen Seite des Fahrwassers - auf der dänischen Seite des Fahrwassers die Kollisionsverhütungsregeln (KVR) und auf der deutschen Seite die der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO).
Seit dem 12. Mai 2007 gelten nun – fördeeinwärts – bis zu den Tonnen 13 und 14 im gesamten Bereich der Flensburger Förde die KVR.
Ab den Tonnen 13 und 14 bis zum Ende der Betonnung im Flensburger Hafen dann die Regeln der SeeSchStrO.

Die Wasserschutzpolizei hat zur Situation ein Faltblatt herausgegeben, das Sie als PDF abrufen können.  ...weiter

Das Fahrwasser in die Flensburger Förde ist ein so genanntes „Enges Fahrwasser“ im Sinne der Kollisionsverhütungsregeln.

KVR - Regel 9 - Enge Fahrwasser –

 

a) Ein Fahrzeug, das der Richtung eines engen Fahrwassers oder einer Fahrrinne folgt, muss sich so nahe am äußeren Rand des Fahrwassers oder der Fahrrinne an seiner Steuerbordseite halten, wie dies ohne Gefahr möglich ist.

b) Ein Fahrzeug von weniger als 20 Meter Länge oder ein Segelfahrzeug darf nicht die Durchfahrt eines Fahrzeugs behindern, das nur innerhalb eines engen Fahrwassers oder einer Fahrrinne sicher fahren kann.

c) Ein fischendes Fahrzeug darf nicht die Durchfahrt eines anderen Fahrzeugs behindern, das innerhalb eines engen Fahrwassers oder einer Fahrrinne fährt.

d) Ein Fahrzeug darf ein enges Fahrwasser oder eine Fahrrinne nicht queren, wenn dadurch die Durchfahrt eines Fahrzeugs behindert wird, das nur innerhalb eines solchen Fahrwassers oder einer solchen Fahrrinne sicher fahren kann. Das letztere Fahrzeug darf das in Regel 34 Buchstabe d vorgeschriebene Schallsignal geben, wenn es über die Absichten des querenden Fahrzeugs im Zweifel ist.

e)

i) Kann in einem engen Fahrwasser oder in einer Fahrrinne nur dann sicher überholt werden, wenn das zu überholende Fahrzeug mitwirkt, so muss das überholende Fahrzeug seine Absicht durch das entsprechende Signal nach Regel 34 Buchstabe c Ziffer i anzeigen. Ist das zu überholende Fahrzeug einverstanden, so muss es das entsprechende Signal nach Regel 34 Buchstabe c Ziffer ii geben und Maßnahmen für ein sicheres Passieren treffen. Im Zweifelsfall darf es die in Regel 34 Buchstabe d vorgeschriebenen Signale geben.

ii) Diese Regel befreit das überholende Fahrzeug nicht von seiner Verpflichtung nach Regel 13.

f) Ein Fahrzeug, das sich einer Krümmung oder einem Abschnitt eines engen Fahrwassers oder einer Fahrrinne nähert, wo andere Fahrzeuge durch ein dazwischen liegendes Sichthindernis verdeckt sein können, muss mit besonderer Aufmerksamkeit und Vorsicht fahren und das entsprechende Signal nach Regel 34 Buchstabe e geben.

g) Jedes Fahrzeug muss, wenn es die Umstände zulassen, das Ankern in einem engen Fahrwasser vermeiden.

 

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