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OLG Schleswig: Schadensersatz für Anleger

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Das OLG Schleswig hat einem Anleger Schadensersatz gegen einen Finanzberater zugesprochen, der den Anleger fehlerhaft beraten hat.

OLG Schleswig - Urteil vom 18. November 2004 - Az.: 5 U 106/04

Geld für Securenta-Aktionär

 

Das Oberlandesgericht Schleswig (Az. 5 U 106/04) hat geurteilt, dass ein Anlageberater  einem Kunden Schadenersatz zahlen muss, weil er ihn vor dem Kauf von Aktien der Securenta AG nur unzureichend aufgeklärt

hat.

Der Berater habe dem Mann nicht gesagt, dass der Kurs der Aktien seit  zwei Jahren fall. Der Berater hatte somit nach Aufassung des OLG Schleswig dem Kunden nicht sämtliche Informationen mitgeteilt die zum Anlage-Entschluss maßgeblich sind.

Das OLG hob  die Entscheidung des Landgerichts Kiel auf, das keinen Anlageberatungs-Vertrag sah, sondern lediglich einen Vermittlungs-Vertrag. Es sei ein Beratungs-Vertrag zustande gekommen, weil der Finanzexperte sich auf der Informationsveranstaltung als unabhängiger Finanzberater vorgestellt habe und sich der Anleger hinterher an ihn gewandt hatte, um im Hinblick auf Securenta-Aktien beraten zu werden.  Zu optimistisch erschienen dem OLG die Begleit-Informationen des Beraters, in der durchweg die eigene positive Einschätzung der Securenta-Anlage hervorgehoben wurde, der längst erfolgte dramatische Kursrückgang seit 1996 jedoch verschwiegen

wurde. Zudem hätte er auch auf die negative Berichterstattung in den Branchen-Informationsdiensten hinweisen müssen.

Das OLG Schleswig sah es als erwiesen an, dass der Kunde über die eingeschränkte Handelbarkeit derartiger außerbörslicher Aktien nur unzureichend aufgeklärt worden war. Das Gericht vertritt die Auffassung, dass  keine Handelbarkeit der Aktie gegeben war. Die Aussage des Vermittlers, die Securenta-Aktie ist eine „optimale Anlageform, um eine hohe Rendite zu erreichen”, sei laut OLG mit seriöser Beratung und Vermittlung nicht vereinbar gewesen.

Der Vermittler muss den Anleger so stellen, als hätte er das Geschäft nie gemacht.

Der Anleger erhält den Anlagebetrag Zug um Zug gegen seine Securenta-Aktien zurück.

 

Das rechtskräftige Urteil stellt klar, dass schlecht beratene Anleger eine Chance haben Ihr Geld von Finantberatern wieder zu erhalten.

 

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie richtig beraten woden sind ist es gerade im Hinblick auf die Eröffnung des Inslovenzverfahrens der Göttinger Gruppe

  ratsam sich anwaltlich beraten zu lassen.

 

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